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Noch bis zum Mittag hatte die sprichwörtlich- |
Da zogen Polenherzog Chobry und Albrecht der Bär, Martin Luther und Fürst Joachim Ernst von Anhalt, Roland und Butterjungfer, Johann Friedrich Fasch und Katharina II an den die Strecke dicht säumenden Zuschauern vorbei. Eindrücke der Bürgerlichen Revolution 1848 gab es ebenso wie aus dem 19. Jahrhundert, als sich Zerbst zum Ackerbürgerstädtchen entwickelte, die Weltkriege und die Zeit des Wiederaufbaus spielten eine Rolle. Zerbster Vereine und Firmen, Schulen oder die Feuerwehr, aber auch Vertreter aus der Region und den Partnerstädten zeigten dann, wie sich die Stadt heute präsentiert. |
Von Bühnen und zusätzlich aufgestellten Sprecherwagen wurden den Zuschauern entlang der Umzugsstrecke vom Parkplatz E-Center über die Puschkinpromenade, Breite, Wolfsbrücke, Heide, Markt, Bäckerstraße und Neue Brücke auf die Schloßfreiheit die einzelnen Bilder erläutert. |
Mit überaus großem Engagement und sehr viel Liebe haben Stadtverwaltung und die mitgestaltenden Vereine, Institutionen und Firmen - insgesamt mehr als 1.500 Mitwirkende und dazu 26 Reiter, 30 Festwagen, zehn Gespanne, viele historische Fahrzeuge und acht Kapellen - den Umzug vorbereitet und ihre Bilder gestaltet. Dafür gab es an der Strecke mehrfach herzlichen Beifall. Für die von den Zuschauern auch sehr beachtete Ausgestaltung des Festumzuges - und auch hier wurde auf viel Detailtreue Wert gelegt - konnten die Zerbster Kostüme von MediaCity Berlin, dem ehemaligen Fundus des Fernsehens der DDR, aus dem Fundus des Anhaltischen Theaters Dessau und des Trachtenfundus Wittenberg nutzen. |
Antje Rohm, Zerbster Volksstimme vom 05.10.1998 |